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"Ein intelligentes Gebäude muss dem Nutzer unbemerkt alle Aufgaben abnehmen": Interview mit Klaus Wördemann, Produktmanager Sensortechnik

Blog-Eintrag   •   Apr 27, 2018 08:50 CEST

Interview mit Klaus Wördemann, Produktmanager Sensortechnik bei STEINEL, über die Trends und Herausforderungen im Smart Home-Bereich

Das vernetzte, "intelligente" Eigenheim spart wertvolle Zeit, senkt Energiekosten und sorgt nebenbei für mehr Sicherheit. Knapp ein Drittel der Deutschen nutzen bereits Smart Home-Systeme, die mit dem Smartphone kommunizieren. Klaus Wördemann, unser Produktmanager Sensortechnik, spricht heute über die steigende Relevanz von "Smart Home" und den Anforderungen, die ein intelligentes Gebäude mitbringen sollte. 

Interview von Eduard Mesares

Warum wird das Thema „Smart Home“ in Zukunft immer relevanter werden?

Klaus Wördemann: „Heutzutage hat fast jeder ein Smartphone oder Tablet, das werden die entscheidenden Bedienelemente im SmartHome-System sein. Wenn der Kunde die Sicherheit hat, dass er seine Geräte oder sein System in 10 Jahren immer noch so betreiben kann, wird sich SmartHome auch durchsetzen. Im Moment gibt es viele proprietäre Systeme und keinen Standard wie Dali oder KNX als Bussysteme. Allerdings scheinen sich ein paar zertifizierte Standards zu entwickeln, wie z.B. Z-Wave oder Zigbee. Diese Funkprotokolle müssen die Steuergeräte sprechen, um erfolgreich am Markt zu sein, genauso wie unser Smart Friends-System."

Wie sieht aus Ihrer Sicht das intelligente Gebäude von morgen aus?

Klaus Wördemann: „Das Gebäude muss in der Lage sein, dass es dem Nutzer unbemerkt alle Aufgaben abnimmt. Dazu braucht es die Sinnesorgane Sehen, Hören, Fühlen, und Riechen. Gleichzeitig aber auch ein passendes System, welches die Sinnesorgane des Gebäudes zusammenführt. Die Rolladen sollen automatisch gesteuert, aber auch die Beleuchtung und die Klima-und Belüftungsanlagen sollen benutzerdefiniert gesteuert werden. Sie können noch so gute Systeme und Prozesse haben, wenn die Sinnesorgane keine guten Informationen liefern, bringt es Ihnen nichts. Sie können noch so klug sein, wenn Sie schlechte Augen haben, werden Sie schließlich auch aus keinem Buch schlau. Genau diesen Gedankengang erfüllen unsere neuen True Presence Sensoren sowie der HPD2."

Welche Anforderungen hat ein Endkunde an ein intelligentes Gebäude und welche Lösungen bietet STEINEL dafür?

Klaus Wördemann: „Bei einem intelligenten Gebäude ist es sehr wichtig möglichst viele Informationen über die Raumsituation zu sammeln. Je mehr Aussagen man hat, desto genauer kann man die Automatismen an den Endkunden anpassen. Das heißt Informationen neben der Anwesenheit über CO2, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Temperatur sind extrem hilfreich, um das Gebäude an den Kunden anzupassen und genau da setzen wir bei STEINEL an. Wir haben verschiedene Technologien, in denen wir qualitativ gute Informationen sammeln, die wir dann über die Schnittstellen wie KNX oder Dali in Gebäudesysteme integrieren. Heißt: Die Sensorseite ist extrem wichtig und das auch mit dem gleichzeitigen Zusammenspiel sowie die Integration in Gebäudeautomationssystemen." 

Herr Wördemann, vielen Dank für das Gespräch!

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